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30 Jahre gemeinsam stark: Urheberinnen und Urheber feiern ihre Genossenschaft

Die Société Suisse des Auteurs (SSA), Genossenschaft zur Verwaltung von Urheber­rechten in den Bereichen Bühne und Film, feierte am Freitag, 19. Juni, ihr 30-jähriges Bestehen. Das Fest fand Théâtre Vidy-Lausanne mit einem künstlerischen Programm statt und zog zahlreiche Persönlichkeiten aus der Kultur an. An der vorangegangenen Generalversammlung begrüssten rund 250 Mitglieder die besten Resultate der Genossenschaftsgeschichte und wählten den Walliser Filmemacher Denis Rabaglia für ein weiteres 3-jähriges Mandat als Verwaltungsratspräsident.

32 Urheber unterzeichneten am 30. November 1985 die Gründungsurkunde der SSA. Die SSA löste damit die Schweizer Sektion der SACD ab, welche seit den 40iger Jahren in Genf angesiedelt war. Sie zählt heute über 2'700 direkte Mitglieder und vertritt in der Schweiz über 100'000 Mitglieder ausländischer Partnergesellschaften. Diese Urheberinnen und Urheber betätigen sich in allen Sparten der Bühnen- und Filmkunst: als Theaterautoren, Komponistinnen, Mimen, Choreographinnen, Drehbuchautoren, Regisseurinnen, usw. Im Unterschied zu anderen Schweizer Urheberrechtsgesellschaften können nur Urheberinnen und Urheber, nicht aber beispielsweise Verlage oder Produktionsfirmen Genossenschafter werden – was aus der SSA eine durchgängig von Kulturschaffenden geleitete Gesellschaft macht.

An der Generalversammlung konnte der Direktor Jürg Ruchti besonders positive Geschäftsresultate präsentieren. 2014 erreichte das Gesamtinkasso einen Rekordwert von 21'333'430 Franken; ein Anstieg von 1,47%. In 30 Jahren hat die SSA ihr Gesamtinkasso mehr als versechsfacht. Der Kommissionensatz seinerseits konnte zum dritten Mal in Folge gesenkt werden. Im Verlauf des Geschäftsjahrs zahlte die SSA Urheberrechts­entschädigungen für rund 10'000 Bühnenvorstellungen und 26'000 Fernsehstunden aus.

Der Walliser Filmemacher Denis Rabaglia, vor 3 Jahren zum Präsidenten des Verwaltungsrats gewählt, wurde in seinem Amt für ein zweites dreijähriges Mandat bestätigt. Die rund 250 anwesenden Mitglieder haben im Weiteren Gérard Mermet aus Genf neu in den Verwaltungsrat gewählt. Die SSA ist die einzige Schweizer Verwertungsgesellschaft, deren Verwaltungsrat ausschliesslich aus Künstlerinnen und Künstlern besteht (mit Ausnahme eines Anwalts als Rechtsberater). Die 14 Mitglieder des Organs vertreten die verschiedenen künstlerischen Berufe, welche sich in dieser Selbsthilfeorganisation ohne Gewinnzweck zusammen­schliessen.

Auf die Generalversammlung folgte ein Fest mit über 400 Gästen, darunter zahlreiche Persönlichkeiten aus dem Kulturbereich. Isabelle Chassot, Direktorin des Bundesamts für Kultur, hielt eine kurze Ansprache, wie auch Gilles Marchand, Direktor der Radio Télévision Suisse Romande. Zwei Gründungsmitglieder der berühmten Mummenschanz, Bernie Schürch und Floriana Frassetto, die seit Anbeginn Mitglied der SSA sind, betonten, wie wichtig die Existenz einer Autorengesellschaft in ihrer künstlerischen Laufbahn war.

Der Komiker Vincent Veillon führte als Zeremonienmeister durch den Abend und sein französischer Kollege François Rollin überbrachte humorige Geburtstagswünsche aus Paris. Zwei je halbstündige künstlerische Programme spiegelten die Vielfalt der künstlerischen Werke, welche die SSA verwaltet.

Eine filmische Chronik der Feier, erstellt von der Filmemacherin Elena Hazanov, ist auf Vimeo abrufbar: https://vimeo.com/131259907

Der Jahresbericht der SSA ist auf ihrer Website www.ssa.ch publiziert, wo auch eine Online-Kurzfassung zu finden ist.