Das Jahr 2017 der SSA

Das Jahr 2017 steht unter dem Zeichen der Stabilität.

  • Die Einnahmen erreichten die Summe von CHF 22'876’045.- (-0.29% im Vorjahresvergleich). Ein grosser Teil des Inkassos aus dem gemeinsamen Tarif 12 musste jedoch infolge eines Rechtsstreits ausgesondert werden.
  • Die Einnahmen aus den Bühnenvorstellungen haben 5 Mio. überschritten, was einen neuen Rekord bedeutet.
  • Die Aufwendungen sind sozusagen gleichgeblieben, trotz einiger Investitionen in die Digitalisierung bestimmter Prozesse, namentlich im Bereich Bühne. Überdies erhalten die SSA-Mitglieder ihre Abrechnungen nun in elektronischer Form.
  • Der durchschnittliche Kommissionensatz bleibt stabil auf historisch tiefem Niveau. 2017 beträgt er 12.81% (+0.06%). Er war im Lauf der vorangegangenen sechs Geschäftsjahren um 27.8% gesunken.
  • Die SSA zahlt ihren Mitgliedern und Schwestergesellschaften monatlich Entschädigungen aus. Die ausbezahlten Summen blieben ebenfalls stabil.
  • Die SSA zählt nun über 3'000 Mitglieder.
  • Die Revision des Urheberrechtsgesetzes geht in die richtige Richtung. Der zu Ende des Geschäftsjahres veröffentlichte Entwurf ist das Resultat eines breit abgestützten Kompromisses zwischen den Interessengruppen. Die SSA unterstützt diesen Kompromiss, und begrüsst die vorgesehene Einführung eines unveräusserlichen Rechts für «On Demand»-Nutzungen zugunsten der Urheberinnen und Urheber; dieses Recht bedarf jedoch noch einiger Anpassungen. Die Revision tritt nun in die parlamentarische Phase.
  • Dank des ausgezeichneten Geschäftsjahres 2017 konnten CHF 1.301 Mio. in den Kulturfonds und rund CHF 519'000.- in die beiden Sozialfonds eingezahlt werden.
  • Für kulturelle Aktionen wurden 2017 insgesamt CHF 1’523’163.- ausgegeben. 377 Urheberinnen und Urheber nahmen an den Wettbewerben und Ausschreibungen teil, 152 davon erhielten eine Unterstützung.
  • Bei der europäischen Gesetzgebung sind keine grösseren Entwicklungen zu verzeichnen. Wegen zahlreicher Rechtsverfahren erhöht sich der Druck auf die Urheberrechte.
  • Ab der Bekanntgabe der Abstimmung über die No Billag-Initiative, welche jegliche öffentliche Finanzierung der audiovisuellen Medien verbieten wollte, hat sich die SSA mit grösster Entschlossenheit in der Kampagne engagiert. Angesichts der Gefahren, die von dieser extremen Vorlage ausgingen, hat die SSA bedeutende Ressourcen mobilisiert und mit Erfolg die künstlerische Vielfalt verteidigt.

Jahresbericht 2017 – vollständige Fassung